Schnupftabakherstellung

Nach dem der getrocknete Tabak vorliegt, wird dieser der folgenden Prozedur unterworfen.


1.Rohstoffe

Tabakballen
Hier muss zwischen den zwei verbreiteten Schnupftabakarten unterschieden werden, dies sind

Englischer Schnupftabak (Snuff) - Deutscher Schnupftabak (Schmalzler).

Englischer Schnupftabak
Bei "Snuff" werden helle Tabaksorten aus USA oder Afrika verwendet, das Ergebnis ist ein eher scharfer, feinpulvriger und heller Schnupftabak, wie er in seiner Reinform vor allem in England Verwendung findet.

Deutscher Schnupftabak
Der typische "Schmalzler" hingegen wird aus dunklen Tabak, wie er auch in Deutschland angebaut wird, hergestellt. Deswegen ist er deutlich milder, klebrig bis klumpig in der Konsistenz und sehr dunkel, bis schwarz. Dies ist auch der traditionelle "Deutsche" Schnupftabak, wird aber mehr und mehr vom Markt verdrängt.

Mischformen
Eine große Anzahl der Schnupftabaksorten, die sich heutzutage auf dem Markt befinden, sind am ehesten als Mischung aus Englischen und Deutschen Schnupftabak einzuordnen, bestehen also auch aus einer Mischung verschiedener Tabakpflanzen.


2.Mahlen und Mischen

Tabakmehl
Bei der Herstellung von Snuff wird der trockene Rohtabak nach Sorten getrennt, in einer schnelllaufenden Mühle zu Tabakmehl vermahlen. Die verschiedenen Tabakmehlsorten werden anschließend in Silos zu trockenen Mehlmischungen vermengt. Besonders von Bedeutung für das Endprodukt ist jedoch die perfekte Kombination der unterschiedlichen Provenienzen hinsichtlich Geschmack, Geruch und Farbe.


3.Fermentur

Fermentur
Die so entstandenen Tabakmehle werden mit Fermenturlösungen angefeuchtet und gut durchgemischt.Die fertigen Mehlmischungen werden nun verpackt und in klimatisierten Lagerräumen knapp vier Wochen deponiert. Während dieser sogenannten Fermentur entwickelt sich der charakteristische Geschmack und das wertvolle Aroma. Ferner wird in diesem Prozeß ein leichter Nikotinabbau erreicht.


4.Endmischung und Aromagabe

Erst nach dieser längeren Lagerzeit erfolgt die Endmischung der Snuffs. Nach speziellen Rezepturen werden erneut einzelne Mehlmischungen zusammengestellt und weitere Extrakte zur Erhaltung der Feuchtigkeit beigefügt. Je nach Sorte erfolgt die Zugabe verschiedener Aromen wie beispielsweise Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Menthol und Fruchtauszüge. Bei einem original "Schmalzler" darf natürlich das Schmalz, also das Schweinefett nicht fehlen, daher ja auch der Name.




[Quelle: www.gletscherprise.de, A.Pöschl AG]